Laserkonditionieren von Diamantschleifscheiben

Laserkonditionieren von Diamantschleifscheiben

Erstellt am: Donnerstag, 27. August 2015

Entwicklungsprojekt des KSF und Bärhausen 2014/2015 …

Das Kompetenzzentrum für Schleiftechnologie und Feinstbearbeitung hat in Zusammenarbeit mit Bärhausen GmbH & Co.KG, sowie der TRUMPF Laser- und Systemtechnik GmbH, ein Projekt über den Materialabtrag mittels Laser durchgeführt. Dieses Verfahren ist eine neue, nicht- mechanische Konditionierungsmethode zur Optimierung der Bearbeitungskosten von superabrasiven Schleifwerkzeugen. In dieser neuen Verfahrensweise werden geeignete Laserparameter für das Konditionieren von kunstharzgebundenen Diamantschleifscheiben vorgeschlagen, welche auf einer zuvor durchgeführten thermischen Analyse basieren. Eine große Rolle bei der Laserkonditionierung spielt die selektive Bearbeitung der Schleifscheibenkomponenten. Demzufolge wurde eine kunstharzgebundene Diamantschleifscheibe mit einem Pikosekundenlaser konditioniert.

Die Leistungsfähigkeit der laserbearbeiteten Schleifscheibe wurde beim Einstechschleifen von Aluminiumoxid- Zirkoniumoxid-Keramik, welches ein herausforderndes Material darstellt, untersucht. Um die Effizienz des Schleifprozesses zu bewerten, wurden die Schleifleistung, der arithmetische Mittenrauwert und die gemittelte Rautiefe des geschliffenen Werkstücks senkrecht zur Schnittrichtung gemessen.

Die Schleifversuche haben gezeigt, dass die laserabgerichtete Schleifscheibe zu niedrigeren Schleifleistungen, geringeren Tangentialkräften und durchgehend weniger Verschleiß und Formungenauigkeiten neigt. Auf der anderen Seite sind die Rauheitswerte erhöht, was einen feineren Abrichtprozess oder die Anwendung von Finishing- Prozessen mit Ausfunkzeit erfordert.

Laserkonditionieren von Diamantschleifscheiben 08 2015